Manager Diesel über die Saison und mit Ausblick

Ein durchwachsener Saisonstart, dann eine beeindruckende Siegesserie in der Rückrunde und stetig wachsende Zuschauerzahlen und am Ende der Saison vier Niederlage am Stück und das enttäuschende Aus in den Playoffs gegen den BSV Wulfen. Hinter den Börgel Ballers Ibbenbüren liegt eine Spielzeit voller Höhen und Tiefen. Manager Tobias „Diesel“ Hülsmeier hat sich die Zeit genommen, um einmal zurückzublicken, aber auch um über die nahen und mittelfristigen Perspektiven der Börgel Ballers zu sprechen.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast Diesel. Inwieweit hast du das Aus in den Playoffs mittlerweile verdaut?

Das Aus ist selbstverständlich sehr ärgerlich, aber leider auch verdient. In meinen Augen sind wir in das erste Spiel mit den falschen Mindset reingegangen und haben Wulfen aufgrund der Ergebnisse aus der Regular Season unterschätzt. Dafür wurden wir vor heimischer Kulisse bitter bestraft. Im zweiten Spiel war dann der Druck aufgrund des Ergebnisses des ersten Spiels entsprechend hoch. Wir haben es erst im letzten Viertel des zweiten Spiels geschafft aggressiv Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Das hat dann aber nicht mehr gereicht. Am Ende sind wir somit verdient ausgeschieden.  

Die Saison war geprägt von Schwankungen in beide Richtungen. Nach den elf Siegen in Serie in der Rückrunde hatten sich die Fans für die Playoffs mehr erhofft. Wie fällt dein Gesamtfazit aus?

Das sehe ich allerdings ganz anders. Die Saison selbst ist aus meiner Sicht gut gelaufen. Hier muss ich der Mannschaft und auch dem Coach ein dickes Lob aussprechen. Nach einem schwachen Saisonstart haben wir uns Woche für Woche gesteigert und uns in der Rückrunde mit einem Lauf von 11 Siegen hintereinander auf Platz 3 gespielt. Verloren haben wir nur gegen Platz 1 und 2. Und das mit einer sehr jungen Mannschaft. Damit haben wir in der Regular Season sogar übererfüllt. In jedem Fall haben wir ein starkes Fundament für die kommende Saison.

Die Spieler gehen in den verdienten Urlaub, wie lange gönnt sich der Manager eine Auszeit? Welche Aufgaben stehen in den kommenden Wochen an? 

Für mich geht es bereits nächste Woche weiter mit einem ersten Meeting, in dem Daniel Brüggemann und ich zwei weitere Köpfe in die Management Runde aufnehmen. Der Sommer ist für mich regelmäßig Hochzeit zum Planen der neuen Saison. Wir werden wohl im Juni und oder Juli unsere Tryouts machen und dort potenzielle Spieler für die kommende Saison sichten. Natürlich geben wir in den kommenden Wochen dann auch die Zu- und Abgänge bekannt. Und dann geht es ab August ja schon wieder in die Vorbereitung für die kommende Saison. Hier steigen dann auch unsere Spieler wieder ein, die bis dahin Ihren Sommer genießen können. 

Viele Fans fragen sich, ob irgendwann wieder das Ziel Aufstieg in die ProB angestrebt werden kann. Wie weit ist der Verein strukturell? In welchen Bereichen muss eine Weiterentwicklung her?

Selbstverständlich kann und wird dieser Aufstieg angestrebt. Aber wir müssen ja bei alle der berechtigten Begeisterung auch mal ein paar reale Fakten betrachten: Mit unserem Budget liegen wir inzwischen in der unteren Tabellenhälfte der Reegionalliga. Die beiden Top-Teams werden ca. drei bis fünf Mal so viel Budget zur Verfügung haben. Also müssen wir beginnend ab Mai diesen Jahres noch mehr Sponsoren für uns begeistern und dann wichtige Positionen mit guten Typen besetzen, die uns auf dem Weg nach oben weiterhelfen können.

Im Basketball auf semiprofessionellem Niveau ist eine personelle Konstanz im Kader extrem schwierig? Glaubst du, dass wir einige Gesichter des aktuellen Aufgebots in der kommenden Saison wieder sehen werden?

Das sehe ich genauso, aber wir stellen in Ibbenbüren ja schon eine echte Ausnahme dar, weil viele Spieler über mehrere Jahre bleiben. Das ist in der Liga schon echt selten. Das hat aber auch Gründe: 1. Ist unser Budget begrenzt und wir können nicht jedes Jahr eine große Einkauftour machen und 2. glauben wir mit unserem Konzept an Weiterentwicklung und Loyalität. Wenn man Budget und Platzierungen der letzten Jahre ins Verhältnis setzt, machen wir hier einen großartigen Job. Das wiederum liegt natürlich auch an Personen, die ehrenamtlich qualitativ und quantitativ so gut arbeiten wie hauptamtliche Mitarbeiter. An dieser Stelle mal ein großes Danke an diese Köpfe! Und ja, natürlich sehen wir einige Gesichter des aktuellen Aufgebots in der kommenden Saison wieder. Ball together!

Vielen Dank für das Gespräch!

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